Integration

Unsere Regenbogengruppe ist die integrative Gruppe des Kindergartens; in der Praxis heißt das, dass 5 behinderte und 10 nicht-behinderte Kinder diese Gruppe besuchen. Zusätzlich zu den Erziehern arbeiten in dieser Gruppe zwei Therapeutinnen (Bewegung und Sprache) mit jeweils einer halben Stelle.

Aber was heißt „Integration“ nun konkret? Wer oder wie wird integriert? Spielt Integration nur in der integrativen Gruppe eine Rolle?

Zunächst heißt Integration natürlich, dass hier behinderte und nicht-behinderte Kinder miteinander spielen und mit- und voneinander lernen. Aber dies ist nur ein (wichtiger) Teil von dem, was wir unter Integration verstehen. Der Integrationsgedanke lebt aber nicht nur in der integrativen Gruppe und ist auch nicht nur auf die Kinder beschränkt.

Integration meint von der Wortbedeutung her „Einfügung in ein größeres Ganzes“ und mit dem größeren Ganzen meinen wir unsere Kindergartengemeinschaft bestehend aus Kindern, Eltern und Mitarbeitern. Wichtig für das Gelingen von Integration ist, dass Möglichkeiten der Begegnung genutzt und geschaffen werden, sei es über Elternabende, Elterngespräche, Arbeitskreise, Feiern oder Festvorbereitungen.

Unser Anspruch ist es die verschiedenen Akteure also die Eltern, Mitarbeiter, Kinder immer wieder so miteinander zu verweben, dass für Integration gesorgt wird und dadurch Gemeinschaft – „das große Ganze“ – erlebt werden kann. Integration ist also kein Zustand, der durch das Schaffen von so genannten Integrativplätzen erreicht wird, sondern vielmehr eine Entwicklung zur Gemeinschaft, um die wir uns alle immer wieder neu bemühen müssen, in dem wir die Gemeinsamkeiten betonen statt die Unterschiede zu suchen.